Seit 2010 sind Bachelor und Master die Regelabschlüsse an den meisten deutschen Hochschulen. Trotzdem sind die Unsicherheiten unter Studierenden und Arbeitgebern noch lange nicht beseitigt. Wie weit komme ich mit einem Bachelor-Abschluss und wie wichtig ist der Master für mich und meine Berufswahl. Sollte man den Master sofort nach dem Bachelor-Abschluss machen oder lieber erst mal Berufserfahrung sammeln, bevor man sich auf eine vertiefende Richtung festlegt?
Der Kreuzer Leipzig bat hierzu für sein Oktober-Sonderheft "u:boot" Jörg Brückner, Geschäftsführer von PLUSPOL und zwei weitere Praktiker sowie eine Alumna um ihre Meinung.
"Der Berufseinstieg im Anschluss an den Bachelor ist zu begrüßen und wird von uns aktiv gefördert." Brückner stellt dabei ganz klar die praktischen Erfahrungen während des Studiums in den Vordergrund. Der eigentliche Abschluss ist somit kein primäres Ein- oder Ausschlusskriterium im Bewerbungsprozess. Wichtig ist, was der Absolvent neben den theoretischen Kenntnissen im praktischen Bereich vorweisen kann. Bei vielen Master-Studiengängen wird eine gewisse Zeit beruflicher Erfahrung vorausgesetzt. Dies ist in der kurzen Regelstudienzeit des Bachelorstudiums oft kaum realisierbar. Zudem stellt das Masterstudium eine Vertiefung in einem ganz konkreten Bereich dar. Oft ist es erst die praktische Erfahrung im beruflichen Alltag, welche die persönliche Tendenz verdeutlicht und festigt.
Alternativen bieten hier neben dem klassischen Praktikum eine Werksstudententätigkeit während des Studiums oder ein Traineeship im Anschluss an den Bachelor. Das Engagement in einer Firma bereits während des Studiums eröffnet oft auch gute Perspektiven und Einstiegsmöglichkeiten nach dem Abschluss. So haben viele PLUSPOL-Mitarbeiter schon während ihrer Studienzeit hier erste Erfahrungen sammeln können.
Der Einstieg bei PLUSPOL mit einem Bachelorabschluss ist alles andere als ungewöhnlich und birgt keine Einschränkung in den Entwicklungsmöglichkeiten. „Viele unserer Kolleginnen und Kollegen satteln nach einigen Jahren ein Masterstudium oben drauf. Ich halte diesen Weg für besonders gut geeignet und einen Gewinn für beide Seiten.“, so Brückner.
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